Kapverdische Inseln Reisen - Land & Leute
- Gesundheit
- Sicherheit
- Musik
- Kultur
- Klima
- Literatur
- Kulinarisches - Spezialitäten
- Rezept: Caldo de Peixe
Gesundheit
Obwohl nahe dem afrikanischen Kontinent gelegen, haben die Kapverdischen Inseln ein gutes Gesundheitswesen, ohne ansteckende oder endemische Krankheiten. Deswegen sind keinerlei Schutzimpfungen bei der Einreise erforderlich. Zu empfehlen sind allgemein übliche prophylaktische Massnahmen gegen Polio, Tetanus sowie Hepatitis A und B. Fragen Sie Ihren Hausarzt, ob Sie gegebenenfalls Auffrischungen Ihrer Impfungen benötigen.
Eine kleine, wirkungsvolle Reiseapotheke mit Mitteln gegen Magenverstimmungen, Durchfall, Sonnenbrand sowie ein Mückenschutzmittel sollten in jedem Fall dabei sein. Da die Inseln schon relativ nahe am Äquator liegen, ist die Sonneneinstrahlung oft sehr intensiv. Vor allem an den ersten Reisetagen sollte auf angemessenen Sonnenschutz geachtet werden. Nehmen Sie daher ausreichend Sonnenschutzcremes (Schutzfaktor mind. 20) am besten von zu Hause aus mit!
Das Leitungswasser sollte nur abgekocht benutzt werden. Trinkwasser gibt es in Supermärkten, Restaurant oder Hotels zu kaufen. Die traditionellen kapverdischen Gerichte bestehen meist aus Fisch (oder im Hinterland mit Hühnchen), Reis, Bohnen und einigen auch in Europa bekannten Gemüsesorten (Kohl, Möhren, Kartoffeln, Süsskartoffeln, Tomaten, Kürbis, etc.). Aus Erfahrung sind diese Speisen gut verträglich. Vorsicht ist geboten bei Fleischgerichten, wie beispielsweise angebratenem Steak oder Fleischcarpaccio. Diese Gerichte gibt es allerdings meist nur in touristischen Restaurants.
Sicherheit
Der Archipel zählt zu den sichersten Reisezielen in Afrika und auf der Welt. Die Kriminalitätsrate ist gering. Dennoch ist es angebracht, sich auch hier an die weltweit üblichen Sicherheitsvorkehrungen zu halten. Achten Sie auf Ihre Tasche, Geldbörse auffälligen Schmuck und Ihren Fotoapparat, um der Gefahr eines Diebstahls zuvorzukommen. In der Dunkelheit ist ein Taxi dem Spaziergang vorzuziehen, einsame Strandabschnitte sollten gemieden werden. Es gibt keine gefährlichen Tiere wie Schlangen oder Skorpione.
Sozialpolitisch zeichnet sich das Land heute durch seine Stabilität, Sicherheit und seinen sozialen Frieden aus. 90% der Bevölkerung sind römisch-katholisch. Die restlichen 10% verteilen sich auf verschiedene aus den USA stammenden Kirchen, gehören der anglikanischen Kirche an oder sind Anhänger von Naturreligionen. Religiöse Konflikte gibt es hier nicht!
Für weitere Informationen besuchen Sie die Internetseite des Auswärtigen Amts:
http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/reps/afri/vcpu/rhkap.html
Musik
Traditionelle Musik ist sehr populär und fester Bestandteil des Alltags der Kapverdianer. Ihre Ursprünge stammen aus Portugal, aber auch aus Brasilien und Afrika. Es gibt drei Hauptrichtungen (Funana, Morna, Coladera), die sich sowohl durch die Thematik der Texte, als auch durch Rhythmus und Melodien unterscheiden. Musiker verdienen meist nicht genug Geld, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, also müssen sie zusätzlich einer anderen Arbeit nachgehen.
Während Mindelo das Zentrum der traditionellen Musik ist, ist es Praia für die moderne. Dort wird auf zahlreichen Bühnen original kapverdische Popmusik gespielt.
Die bekannteste Musikerin der Kapverden – Cesaria Evora – erhielt 2004 den Grammy für Weltmusik und verhalf ihrem Land durch ihr Engagement zu mehr Bekanntheit im Ausland. Sie verstarb 2011 in Ihrem Haus in Mindelo, woraufhin der internationale Flughafen auf São Vicente nach ihr benannt worden ist. Mehr Informationen finden Sie unter: www.tropical-music.de
Kultur
Auf den Inseln gibt es weder die europäische noch die afrikanische Kultur in Reinform. Ziel der portugiesischen Kolonialherren war die Assimilation. So wurden beispielsweise afrikanische Sprachen unterbunden. Der 400-jährige Einfluss der Kolonialherren zeigt sich heute vor allem in Baustil, Lebensstil, Umgangsformen und Bekleidung. Die afrikanische Identität blieb jedoch teilweise in der Musik, Literatur und Kunst erhalten. Auch heute noch finden sich afrikanische Kulturelemente im Alltag der Inseln, z.B. das Tragen der Kinder auf dem Rücken oder das Tragen der Last auf dem Kopf.
Klima
(je nach Insel gibt es kleine Unterschiede, vorallem bei den Niederschlagstagen)
| Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
| Tagestemperatur in °C | 25 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 27 | 29 | 29 | 28 | 28 | 26 |
| Nachttemperatur in °C | 20 | 19 | 20 | 20 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 23 | 21 | 20 |
| Wassertemparatur in °C | 22 | 21 | 21 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 26 | 25 | 23 |
| Sonnenscheinstd. pro Tag | 6 | 6 | 7 | 7 | 7 | 6 | 5 | 5 | 6 | 7 | 6 | 5 |
| Niederschlagstage | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 2 | 8 | 7 | 3 | 1 | 0 |
Literatur
Auffallend ist eine gewisse Kritiklosigkeit in der Literatur: Ältere Gedichte haben oft wenig mit der Realität zu tun und berichten nicht über Hungersnöte und andere Probleme. Der Grund hierfür liegt in der Identifizierung mit den Kolonialherren, die durch die Rassenvermischung zunächst begünstigt wurde.
Erst seit Ende des 19. Jahrhunderts übten Autoren offene Kritik am sozialen System und forderten die Unabhängigkeit. Zeitweise wurden Schriften vom Kolonialregime zensiert, woraufhin viele Autoren sich eher mystischen Themen zuwandten, z.B. malten sie sich die Vergangenheit der Inseln vor ihrer Besiedlung aus. Mit Beginn der Demokratie 1991 gab es eine Belebung der Medienlandschaft. Jedoch steht der Förderung einer nationalen Literatur finanzielle Knappheit sowie die geografische Disparität der neun bewohnten Inseln und die verschiedenen Creol-Arten auf den Inseln im Wege.
Kulinarisches – Spezialitäten der Inseln
Allerlei Arten von Fischgerichten und Meeresfrüchten sind in der kapverdischen Küche weit verbreitet. Dazu zählen Thunfischgerichte, aber auch Schwertfisch, Muräne, Tintenfisch, Muscheln und Langusten. Gebraten oder in Zwiebeln oder Knoblauch gedämpft sind vor allem Langusten eine besondere Spezialität. Serviert wird meist mit frittierten Kartoffeln oder Reis. Ein einfaches Hauptgericht der einheimischen Küche ist die Cachupa, eine Mischung aus Mais und Bohnen, angereichert mit kleinen Fisch- oder Fleischstückchen. Viele traditionelle Menüs haben Gemüsesuppe als Vorspeise, Obst oder Karamellpudding gibt es zum Nachtisch.
Bier, Wein und einheimische Spirituosen sind überall erhältlich. Sehr beliebt ist Grogue, der heimische Zuckerrohrschnaps, manchmal auch mit einheimischen Obstsorten oder Kokos gesüsst (Ponche). Auf der Vulkaninsel Fogo werden verschiedene gute Weine und Alkoholika aus einheimischen Trauben produziert.
Hier haben wir ein traditionelles einheimisches Gericht für Sie zum Nachkochen:
Rezept: Caldo de Peixe - Kapverdische Fischsuppe
Ein wohlschmeckendes, typisch kapverdisches Fischgericht. Mitten im Atlantik gelegen, sind die Kapverdischen Inseln bekannt für ihren Fischreichtum. Gemüse und Obst wachsen vornehmlich auf den grünen Inseln Santo Antão, São Nicolau, Fogo und Santiago.
Zutaten für vier Personen:
- 1 kg Fisch
- 4-5 Süsskartoffeln oder Salzkartoffeln
- 2 Paprikaschoten
- 5 Tomaten
- 2 Zwiebeln
- 2 Lorbeerblätter
- Olivenöl
- Essig
- Salz
- Knoblauch
- Kardamom
- ¾ Liter Wasser
Den Fisch säubern, salzen und in Stücke schneiden. Kartoffeln ebenfalls in Stücke schneiden und mit dem Fisch im Topf mit Wasser erhitzen. Etwa 20 Minuten auf kleiner Flamme kochen lassen und danach das klein geschnittene Gemüse sowie 2 Esslöffel Olivenöl, 1 Teelöffel Essig und Gewürze nach persönlichem Belieben hinzugeben. Weitere 10 Minuten kochen lassen und danach servieren! Guten Appetit!









